Im Universum der Kreativität

Im Atelier von Klaus Dobrunz betritt man ein Universum der Kreativität – ein Ort, an dem jede Ecke von künstlerischer Energie pulsiert. Der Raum spiegelt die Vielseitigkeit des Künstlers wider. Hier verschmelzen Malerei, Skulptur, Design und experimentelle Installationen zu einem harmonischen, aber trotzdem überraschenden Gesamtkunstwerk.

Der Geruch von frischer Farbe, das leise Klirren von Werkzeugen und das unvorhersehbare Spiel von Licht und Schatten erzählen ganze Geschichten. Skizzen auf dem abgenutzten Holztisch, unfertige Formen und Modellreihen – darunter auch die bekannten „Skulpturen vom Gleis 107“ – zeugen von einem Schaffensprozess, der niemals stillzustehen scheint. Klaus Dobrunz bewegt sich dabei fast schlafwandlerisch sicher zwischen den verschiedenen Disziplinen, getrieben von einer unerschöpflichen Neugier.

Die Werkstatt wird so zum erweiterten Denkraum. Während an den Wänden die großformatigen Ölbilder der aktuellen Serien trocknen, entstehen auf dem Boden filigrane Konstruktionen und raumgreifende Installationen. Jedes Objekt im Raum, ob gefundene Materialien für ein neues Kunstwerk oder die Reste eines vergangenen Projekts, ist Teil eines fortlaufenden Dialogs.

Für den Absolventen der Kunstakademie Düsseldorf ist dieser Ort jedoch weit mehr als nur eine reine Produktionsstätte. Das Atelier fungiert als energetischer Knotenpunkt, an dem die Grenze zwischen dem alltäglichen Leben und der absoluten Hingabe an die Kunst verschwimmt. Es ist ein geschützter Raum für das Experiment, für das bewusste Scheitern und das plötzliche Umschlagen von Chaos in vollendete Form. Wer diesen Raum betritt, schaut nicht nur auf fertige Kunst – er wird Zeuge des flüchtigen Moments ihrer Entstehung.